Am ersten Mai 2018 mit der Motoryacht auf dem Rhein

1.Mai 2018

Der Wind weht mit 4 bis 5 Windstärken, in Böen ist es auch schon mal deutlich mehr. Regen ist für heute zum Glück nicht angesagt.

Motorboot Training auf dem Rhein

Um 11.00 Uhr treffen Hans-Werner, Carmen und Jördis ein. Sie haben eine eigene Motoryacht und wollen damit dieses Jahr zum ersten Mal auf den Rhein. Sie haben schon jede Menge Erfahrung mit Motoryachten. Insbesondere auf Kanälen und Schleusen fühlen sie sich zu Hause.

Das Fahren auf einem Strom kennen hingegen alle drei noch nicht. Zur Vorbereitung auf Ihre Reise auf dem Rhein erfolgt deshalb heute das Motorboot Training auf dem Rhein.

Die elementaren Grundlagen für das Fahren auf dem Strom und insbesondere auf dem Rhein werden wir uns heute gemeinsam erarbeiten.

Nach der obligatorischen Sicherheitseinweisung und dem Anlegen der Automatikwesten mit Schrittgurt erläutere ich die Grundlagen des Fahrens im Strom. Detailliert gehe ich auf die Berufsschifffahrt, die Ausweichregeln und die blaue Tafel ein.

Das Ablegen übernehme ich noch selber. Danach übergebe ich das Steuer an Hans-Werner. Über UKW Kanal 10 informiere ich die Schifffahrt: „Sportboot Betti verlässt den Düsseldorfer Hafen und fährt zu Tal“. Danach geht es hinaus auf den Strom.

Am ersten Mai 2018 mit der Motoryacht auf dem RheinWir üben das richtige Einschätzen der Berufsschifffahrt und sowie den Umgang mit der Motoryacht im Strom.

Nach 2 Stunden intensivem Training haben sich die drei an das Fahren mit der Motoryacht auf dem Rhein gewöhnt.

Unsere Motoryacht Betti liegt wieder in der Marina Düsseldorf und wartet auf den 2. Einsatz. Da erscheint auch schon Gabi auf dem Steg. Sie hat letztes Jahr schon einige Fahrten mit Betti absolviert. Heute wird Gabi ihre persönliche Motorboot Saison 2018 mit dieser Fahrt beginnen.

Motoryacht Streckenfahrt

Nach dem Ablegen übernimmt Gabi das Steuer. Ich hole derweil die Fender ein. Wir fahren zu Tal. Zur Zeit sind wieder jede Menge Binnenmotorschiffe auf dem Rhein unterwegs. Bei Rhein Kilometer 749 wendet Gabi die Motoryacht über Backbord und fährt gegen den Strom in den Paradieshafen ein.

In der Einfahrt begegnet uns das Rettungsboot der DLRG welches zu einer Kontrollfahrt den Hafen verlässt.

Im Hafen dreht Gabi die Motoryacht unter Einsatz der beiden Motoren. Steuerbord voraus, Backbord mit leicht erhöhter Drehzahl im Rückwärtsgang.

Wir verlassen den Paradieshafen und fahrt zu Berg. Jetzt geht es mit lediglich 8 Kilometern über Grund voran.

Immer häufiger bricht die Sonne durch die Wolken. Es wird an Bord richtig warm. Mittlerweile hat auch der Wind etwas nachgelassen. Bestes Wetter für den Beginn des Wonnemonats Mai.

Gegen 15.00 Uhr steuern wir den Düsseldorfer Hafen an. Wenig später schon liegt die Motoryacht Betti wieder bestens vertäut an ihrem Liegeplatz.

Zwei wunderbare Ausflüge auf dem Rhein bei Düsseldorf. Genau das richtige für den 1. Mai!

Auch an Himmelfahrt geht es wieder auf den Rhein. Noch sind mehrere Plätze zu vergeben.

Wolf, office@rheintrainer.de, +49 176-47666540

Über den Autor

Wolf Ortlinghaus

Wolf Ortlinghaus

Wolf Ortlinghaus ist seit mehreren Jahrzehnten auf Segel- und Motoryachten weltweit unterwegs. Freizeittörn, Überführungstörn, Skippertraining, Ausbildungstörn sowie die Motorboot Ausbildung wie auch das Radar Training auf dem Rhein bei Düsseldorf gehören bei ihm seit Jahren zum regelmäßigen Spektrum im praktischen Umgang mit Sportbooten. Gerne gibt er sein Wissen im Rahmen von Schulung, Beratung, Email, Telefon, einem persönlichen Gespräch und Blogs weiter.

Traumtagefahrt und ein toller Ausflug mit der Diko

Ostersamstag 2018, angenehm wärmender Sonnenschein in der Marina Düsseldorf.

Gleich kommen Valentina und Luca um ihre Mydays Traumtage Fahrt auf Betti zu genießen.

Motoröl, Kühlwasser und Keilriemen sind kontrolliert. Das UKW Funkgerät steht bereits auf Kanal 10.

Mydays Traumtage Event

Traumtagefahrt und ein toller Ausflug mit der Diko - Binnenmotorschiff Celsius bei der Theodor-Heuss-Brücke

Binnenmotorschiff Celsius bei der Theodor-Heuss-Brücke

Da sind auch schon die beiden aus dem Saarland. Ich begrüße die Gäste. Nach dem Anlegen der Automatikwesten und der Sicherheitseinweisung geht es auch schon los. Ich lege ab und übergebe danach das Steuer an Luca. Für ihn ist es das erste Mal an Bord einer Motoryacht.

Wir verlassen den Düsseldorfer Hafen und gehen in die Talfahrt. Luca und Valentina genießen offensichtlich den Ausflug mit Betti. Die Foto Session gehört natürlich auch dazu. Einfach wunderbar bei strahlendem Sonnenschein auf dem Rhein an der Düsseldorfer Altstadt vorbei zu fahren.

Kribben (Buhnen) bei der Rheinknie Brücke

Kribben (Buhnen) bei der Rheinknie Brücke

Bei der Theodor-Heuss-Brücke wenden wir und gehen in die Bergfahrt. Jetzt geht es merklich langsamer voran. Nachdem wir die Rhein-Knie-Brücke passiert haben darf Luca mal richtig Gas geben. Vehement beschleunigt Betti auf 45 Kilometer pro Stunde. In Gleitfahrt lassen wir uns den Fahrtwind um die Nase wehen. Dann gilt es schon wieder zu wenden um die Heimfahrt anzutreten.

Binnenmotorschiff ISIS bei der Einfahrt in den Düsseldorfer Hafen

Binnenmotorschiff ISIS bei der Einfahrt in den Düsseldorfer Hafen

In Höhe des Rheinturms drehen wir auf und fahren in den Düsseldorfer Hafen ein. Nachdem Anlegen wollen Valentina und Luca noch die Düsseldorfer Altstadt und Kö unsicher machen.

 

Gutschein Sportboot fahren mit der Motoryacht Betti

Mittlerweile stehen Andreas und Florian auf dem Steg. Andreas hat seinem Sohn Florian zum 16. Geburtstag einen Gutschein für eine Fahrt mit Betti geschenkt. Florian ist vom selber Fahren mit Betti ganz begeistert. Ob er jetzt wohl auch den Sportbootführerschein machen wird?

Feierabend!

Ausflug mit dem Binnenmotorschiff Nito

Jetzt wollen G. und ich einen Ausflug mit seiner Diko machen. Die Diko ist ein 25 Meter langes Stahlschiff mit einem Gewicht von 60 Tonnen.  Für die Diko ist es in diesem Jahr die erste Fahrt. Da in diesem Jahr diverse Arbeiten am Antrieb durchgeführt wurden, gilt es den Ausflug besonders sorgfältig vorzubereiten.

Für mich ist es das erste Mal an Bord der Diko. G. erläutert mir die Leinenarbeit und wie er die Diko aus der für seine Schiffslänge doch eher engen Marina Düsseldorf herausmanövrieren will. Jeder von uns ist mit einem Walkie-Talkie ausgestattet. Zusätzlich vereinbaren wir einige Handzeichen.

Die Maschine ist mittlerweile warm gelaufen. Nun sind wir alle bestens für das Ablegemanöver vorbereitet. Heckleine und Vorleine sind los. Die Maschine läuft voraus und das Heck dreht sich langsam vom Steg weg. Ganz vorsichtig manövriert G. in Rückwärtsfahrt die Diko. Jetzt müssen wir noch die Diko in die Hafengasse drehen. Mit Unterstützung des Bugstrahlruders und dem kräftigen Diesel schaffen wir es.

Wir kündigen unsere Ausfahrt über UKW Kanal 10 an und gehen direkt nach der Hafenausfahrt in die Bergfahrt. Wir halten uns auf der rechten Rheinseite und haben selbstverständlich die Blaue Tafel gesetzt.

Es macht richtig Spaß ein so schönes und großes Schiff zu steuern. Ruhig läuft die Diko geradeaus.

Kein Vergleich zu unserer vergleichsweise leichten Betti, die vollgetankt gerade einmal 5 Tonnen auf die Waage bringt.

Binnenmotorschiff Asterode - Rheinturm und Medienhafen Düsseldorf

Binnenmotorschiff Asterode – Rheinturm und Medienhafen Düsseldorf

Bei Neuss drehen wir und fahren in den Neusser Hafen ein. Wir wollen der Tankstelle einen Besuch abstatten. Carlos ist jedoch gerade mit dem Kranen beschäftigt. So dringend ist es nicht. Noch sind die Tanks der Diko gut gefüllt. Wir machen uns auf den Rückweg.

Es ist beeindruckend die Diko auf dem Rhein zu steuern. Mit dem Antrieb ist alles bestens. G. hat die Temperatur der Welle überprüft. Offensichtlich haben er und sein Techniker perfekte Arbeit geleistet.

 

Wir steuern den Düsseldorfer Hafen an. Souverän steuert G. den Liegeplatz der Nito an. Wenig später liegt die Diko sicher vertäut in der Marina Düsseldorf.

Ein toller Ausflug bei wunderbarem Wetter.

 

 

Wolf, office@rheintrainer.de, +49 176-47666540

Über den Autor

Wolf Ortlinghaus

Wolf Ortlinghaus

Wolf Ortlinghaus ist seit mehreren Jahrzehnten auf Segel- und Motoryachten weltweit unterwegs. Freizeittörn, Überführungstörn, Skippertraining, Ausbildungstörn sowie die Motorboot Ausbildung wie auch das Radar Training auf dem Rhein bei Düsseldorf gehören bei ihm seit Jahren zum regelmäßigen Spektrum im praktischen Umgang mit Sportbooten. Gerne gibt er sein Wissen im Rahmen von Schulung, Beratung, Email, Telefon, einem persönlichen Gespräch und Blogs weiter.

Abschleppen einer Motoryacht auf dem Rhein am Karfreitag 2018

Schraube im Düsseldorfer Hafen verloren

Jürgen (Bootsfahrschule Bützer) hat mit seiner Saga 25 ein Problem. Sein Boot hat bei der Sportbootführerschein Ausbildung im Düsseldorfer Hafen die Schraube verloren. Um eine neue Schraube zu montieren muss das Schiff gekrant werden. Die nächste Möglichkeit bietet sich in Neuss beim Full Yacht Service von Carlos Lopez.

Bordhund Nito

Bordhund Nito

Hilfe unter Motorboot und Motoryachtfahrern wird groß geschrieben. Also ist es selbstverständlich, dass die Motoryacht Betti als Schlepper für die Fahrt von Düsseldorf nach Neuss zur Verfügung steht.

Guido und ich in Begleitung von Bordhund Nito steuern Betti von der Marina Düsseldorf zur Steganlage von Jürgen.

Wir legen mit Betti längsseits an der Steganlage an. Dort erwarten uns bereits Jürgen, Lena und Mario und nehmen unsere Leinen an.

Abschleppen einer Motoryacht auf dem Rhein am Karfreitag 2018 - Klabautermann wird mit Leinen verholt

Klabautermann wird mit Leinen verholt

Wir bereiten sorgfältig das Schleppgeschirr vor. Jürgen hat bereits Leinen und Ruckdämpfer vorbereitet. An den beiden Heckklampen von Betti befestigen wir einen Hahnepot um so die enormen Kräfte beim Schleppvorgang auf beide Klampen gleichmäßige zu verteilen.

Die zu schleppende Saga 25 mit dem Namen Klabautermann verholen wir mittels Leinen.
Vorsichtig manövriere ich Betti rückwärts in die unmittelbare Nähe von Klabautermann. Ein geschickter Wurf und wir haben die Schleppleine und verbinden diese mit dem Hahnepot.

Schleppfahrt auf dem Rhein

Lena kommt noch zu uns an Bord und Mario und Jürgen sind an Bord vom Klabautermann.

Los geht’s.

Einkuppeln der Steuerbordmaschine, wieder auskuppeln. Das wiederhole ich mehrfach bis die Schleppleine dicht ist. Mit kleiner Fahrt bewegen wir uns durch den Hafen.

Schleppverband - Motoryacht Betti und Klabautermann im Schlepp

Schleppverband – Motoryacht Betti und Klabautermann im Schlepp

Guido kündigt über UKW Kanal 10 unserer Schleppverband an und informiert so die Schifffahrt auf dem Rhein. Wir lassen die Bergfahrt passieren und drehen mit unserem Anhang in den Strom und gehen in die Bergfahrt. Beide Maschinen laufen jetzt mit einer Drehzahl von 1500 Umdrehungen. Die Schleppleine ist gespannt wie eine Klavierseite. Strom, Wellen und unser Anhang machen uns ganz schön zu schaffen. Über Grund machen wir lediglich 3,5 bis 4,5 Kilometer pro Stunde. Ganz schön mühselig.

Tankstelle Neuss

Tankstelle Neuss

Auch heute an Karfreitag sind jede Menge Binnenmotorschiffe auf dem Rhein unterwegs. Regelmäßig informieren wir die Schifffahrt über UKW Funk. Durch unseren Anhang sind wir nur eingeschränkt manövrierfähig. Wir fahren die ganze Strecke auf der linken Rheinseite. Unnötiges Queres der Fahrrinne unterlassen wir aus gutem Grund.

Nach einer gefühlten Ewigkeit laufen wir in den Neusser Hafen ein.

Geschickt lassen wir Jürgens Schiff an uns vorbei treiben und gehen längsseits. Wir sichern die Saga 25 mit Vor- und Heckleine an Betti.

Jetzt gehen wir im Päckchen längsseits an die Steganlage von Carlos.

Wir beglückwünschen uns zur erfolgreichen Schleppfahrt.

Zusammen geht es jetzt deutlich flotter zurück zur Marina Düsseldorf.

Für heute hat Betti genug geleistet.

Feierabend!

Weitere Hinweise zum Schleppen von Yachten.

Wolf, office@rheintrainer.de, +49 176-47666540

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Wolf Ortlinghaus

Wolf Ortlinghaus

Wolf Ortlinghaus ist seit mehreren Jahrzehnten auf Segel- und Motoryachten weltweit unterwegs. Freizeittörn, Überführungstörn, Skippertraining, Ausbildungstörn sowie die Motorboot Ausbildung wie auch das Radar Training auf dem Rhein bei Düsseldorf gehören bei ihm seit Jahren zum regelmäßigen Spektrum im praktischen Umgang mit Sportbooten. Gerne gibt er sein Wissen im Rahmen von Schulung, Beratung, Email, Telefon, einem persönlichen Gespräch und Blogs weiter.

Radartraining und Eisschollen in der Marina Düsseldorf

28.02.2018, 17.30 Uhr
Eisiger Ostwind fegt durch die Marina Düsseldorf.
Radartraining und Eisschollen in der Marina Düsseldorf - Eisschicht in der Marina Düsseldorf

Eisschicht in der Marina Düsseldorf

Eine erste Eisschicht hat sich zwischen den Stegen gebildet.

Seit Montag läuft an Bord von Betti die Dieselheizung auf kleinster Stufe um den Frostwächter zu unterstützen und das Schiff nicht vollständig auskühlen zu lassen. Jetzt erst einmal den Heizlüfter starten und die Dieselheizung auf volle Leistung stellen.
Gleich wollen 5 Segler und Sportbootfahrer mit Betti zum Radartraining auf den Rhein.
Um 19.00 Uhr ist es schon dunkel. Die Positionsbeleuchtung ist eingeschaltet. Die Diesel schon warm gelaufen.
Nach einer Einweisung legen wir ab und üben den Umgang mit der Radaranlage.
Immer wieder begegnen und überholen uns Binnenmotorschiffe. Vermutlich können die Schiffsführer kaum glauben, dass bei zu der Jahreszeit und bei den Temperaturen Sportboote auf dem Rhein unterwegs sind.

Radartraining

Hammer Eisenbahnbrücke auf dem Radarbildschirm

Hammer Eisenbahnbrücke auf dem Radarbildschirm

Schnell haben alle an Bord den Umgang mit der Simrad Radaranlage erlernt. Wir üben die Verkehrssituation und unsere Umgebung anhand des Radarbilds zu bewerten und vergleichen dies mit der visuell erfassten Situation. Wir erkennen ganz ausgezeichnet Brücken, Buhnen, Tonnen, Ufer und Fahrzeuge. Können die Abstände mit der Radaranlage zu einem erfassten Objekt ermitteln und vieles mehr.

Automatic Identification System

AIS ziehen wir ebenfalls in unsere Überlegungen ein und vergleichen alle Methoden. Die Teilnehmer lernen die Stärken und Schwächen von Radar und AIS zu beurteilen. Es ist elementar wichtig für den Navigator die Grenzen und Stärken der eingesetzten Technologien zu kennen.

Zurück im Heimathafen

Um 21.30 Uhr legen wir wieder wohlbehalten in der Marina Düsseldorf an.
Beim Anlegen knirscht es schrecklich. Es sind jedoch lediglich die Fender welche sich von ihrer Eisschicht befreien.
Auch die Badeplattform ist durch Spritzwasser vollständig von einer Eisschicht überzogen.
Zum Schluß verteile ich noch die Teilnahmezertifikate an die Teilnehmer.
Nach dem Aufräumen und Einbau des Frostwächters im Maschinenraum geht es heimwärts.
Ein toller Winterausflug auf dem Rhein!

Radartraining auf dem Rhein

Bei der Radarausbildung wird der effiziente und zielgerichtete Umgang mit der Radaranlage geübt. Ziel ist es jeden Sportbootfahrer und Fahrtensegler in die Lage zu versetzen eine an Bord befindliche Radaranlage in Betrieb zu nehmen und sicher zu navigieren.
Schwerpunkte der Radarausbildung an Bord von der Motoryacht Betti:
  • Bedienung des Radargeräts
  • Regelung der Empfindlichkeit
  • Regenentrübung
  • Seegangsentrübung
  • Entfernungsbereich
  • Peilung EBL + VRM (Seitenpeilung und Abstand)
  • Einsatz des Radar bei der Fahrt auf dem Rhein
  • Erkennen von Fahrzeugen
  • Peilung und Abstandsmessung
  • Overlay Seekarte und Radar
  • Anwendung des AIS (Automatic Identification System)
  • Stärken und mögliche Grenzen von Radar und AIS

UKW Funk in der Binnenschifffahrt

UKW Funk in der Binnenschifffahrt - Begegnung mit dem Binnenmotorschiff Blizzard

Begegnung mit dem Binnenmotorschiff Blizzard

Im Zeitalter des Smartphones hat UKW Funk in der Binnenschifffahrt in keiner Weise an Bedeutung verloren. Dies gilt für Berufsschifffahrt und Sportbootfahrer gleichermaßen. Kleinfahrzeuge mit einer Länge von weniger als 20 Metern sind nicht ausrüstungspflichtig. Jeder verantwortungsbewusste Sportbootfahrer wird gleichwohl beim Befahren der großen Flüsse sein Fahrzeug in jedem Fall mit UKW Funk ausrüsten. UKW Funk ist für die Sicherheit an Bord von Binnenschiffen sowie die Kommunikation Schiff-Schiff, mit Revierzentralen, Brücken und Schleusen das Mittel der Wahl.

Voraussetzungen für die Teilnahme am UKW Funk in der Binnenschifffahrt

Für die Teilnahme am UKW Funk müssen die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenschifffahrtsfunk (UBI)
  • Rufzeichen und ATIS Kennung
  • Zugelassenes Funkgerät
  • Handbuch für den Binnenschifffahrtsfunk

UKW Sprechfunkzeugnis (UBI)

Das UKW-Sprechfunkzeugnis für den Binnenfunk (UBI) ist ein amtliches Zeugnis. Sofern eine UKW-Funkanlage an Bord eines Schiffs vorhanden ist, muss der Schiffsführer über das UKW Sprechfunkzeugnis verfügen. Das Zeugnis ist für die Berufs- und Sportschifffahrt gleichermaßen gültig. Die Funkprüfungen für die Sportschifffahrt werden vom DSV und DMYV abgenommen.

Die meisten Sportbootschulen und Segelvereine bieten Kurse zur Vorbereitung auf die UBI Prüfung an. Die Prüfung wird anders als beim Short Range Certificate für den Seefunk ausschließlich in deutscher Sprache abgenommen. Selbstverständlich hat der Schiffsführer sein Funkzeugnis an Bord mitzuführen. Bei Kontrollen durch die Wasserschutzpolizei wird dies neben dem Sportbootführerschein Binnen gerne verlangt.

Rufzeichen und ATIS Kennung

Bei der Bundesnetzagentur ist die Zulassung für die Teilnahme See- und Binnenschifffahrtsfunk zu beantragen. Die Bundesnetzagentur vergibt für das im Antrag aufgeführte Schiff das Rufzeichen, MMSI und ATIS Kennung. Beispielhaft sind Rufzeichen und Kennungen der Ausbildungsyacht Betti aufgeführt:

Name des SchiffesBETTI
RufzeichenDC7160
MMSI211626180
ATIS Kennung9211037160
Art der FunkanlageVHF-DSC
Frequenzbereich156 - 174 MHz

Zugelassenes Funkgerät

UKW Funk in der Binnenschifffahrt - Simrad RS35 mit ATIS für den Binnenschifffahrtsfunk

Simrad RS35 mit ATIS für den Binnenschifffahrtsfunk

Nur für den Binnenschifffahrtsfunk zugelassene Geräte dürfen eingesetzt werden. Das Funkgerät muss das im Binnenfunk vorgeschriebene ATIS unterstützen. Es ist unbedingt sicherzustellen, dass die von der Bundesnetzagentur zur Verfügung gestellte ATIS Kennung in das Gerät einprogrammiert werden kann. Bei gebrauchten Geräten sollte vor dem Erwerb ein Fachhändler konsultiert werden.

ATIS steht für Automatic Transmitter Identification System. Am Ende einer jeden Aussendung übermittelt das Funkgerät automatisch die Kennung des Senders. Die Revierzentralen können somit jede Funkstelle eindeutig identifizieren.

An Bord ist stets die Frequenzzuteilungsurkunde mitzuführen. An Bord unserer Motoryacht Betti haben wir das Simrad RS35 im Einsatz. Das Gerät kann im Binnenfunk wie auch im Seefunk gleichermaßen eingesetzt werden.  Es verfügt über die Möglichkeit zwischen diesen beiden Modi umzuschalten. Als weiteres Leistungsmerkmal ist im RS 35 ein AIS Empfänger eingebaut. Die AIS Signale werden auf dem angeschlossenen Kartenplotter dargestellt.

UKW Handfunkgeräte

Handfunkgeräte dürfen in Deutschland auf Sportbooten nicht eingesetzt werden. Selbst wenn das Handfunkgerät über eine ATIS Kennung  verfügt ist der Einsatz nicht erlaubt.

Handfunkgeräte dürfen lediglich im Verkehrskreis „Funkverkehr an Bord) auf den Kanälen 15 und 17) auf Ausrüstungspflichten Fahrzeugen nicht jedoch auf Kleinfahrzeugen eingesetzt werden.

In den Niederländen dürfen hingegen Handfunkgeräte mit ATIS Kennung im Binnenfunk verwendet werden.

Handbuch für den Binnenschifffahrtsfunk

Das Handbuch für den Binnenschifffahrtsfunk ist auf allen Schiffen mit UKW Funk mitzuführen. Laut Paragrpah 1.10, Nr. 1 Buchst. I der Binnenschifffahrtsstraßenordnung (BinSchStrO) umfasst dies einen Abdruck des Handbuchs Binnenschifffahrtsfunk, Allgemeiner Teil und Regionaler Teil Deutschland für die befahrene Wasserstraße in der aktuellen Fassung. Akzeptiert wird auch eine elektronische Fassung auf die jederzeit zugegriffen werden kann.

UKW Kanäle

Auf den deutschen Binnenschifffahrtsstraßen wird für die Schiff-Schiff Kommunikation immer der Kanal 10 genutzt. Die Revierzentrale wird bei Bedarf über den jeweiligen Arbeitskanal erreicht. Der Arbeitskanal ist dem Handbuch Binnenschifffahrtsfunk zu entnehmen. Durch Tafeln am Ufer werden ebenfalls die Arbeitskanäle angezeigt.

Gute Gründe für UKW Funk an Bord von Sportbooten

Auf allen Binnenrevieren mit Berufsschifffahrt rate ich zu einer UKW Funkanlage auch an Bord eines nicht ausrüstungspflichtigen Sportboots. Im folgenden möchte ich einige gute Gründe für den UKW Funk an Bord von Sportbooten erläutern.

Notfälle

Nur über UKW Funk kann im Notfall die gesamte Schifffahrt im Nahbereich über einen Notfall informiert werden und somit um Hilfe gebeten werden.

Ein- und Auslaufen in Häfen

Beim Einlaufen wie auch beim Verlassen eines Hafens ist es empfehlenswert sich über Funk zu melden.

Beispiele:

  • Sportboot Betti verlässt den Düsseldorfer Hafen und fährt zu Tal.
  • Sportboot Betti befindet sich in Höhe des Rheinturms und fährt in den Düsseldorfer Hafen ein.

Wie schon beschrieben erfolgt die Kommunikation auf dem Schiff-Schiff Kanal 10.

Mit den oben aufgeführten Funksprüchen wird die gesamte Schifffahrt in der Nähe über die Absicht der Motoryacht Betti informiert. Der Berufsschifffahrt hilft es unsere Reaktion einzuschätzen und ggf. sich mit uns abzustimmen. Regelmäßig habe ich es erlebt, dass die Weiße Flotte sich mit mir über die Passierseite abstimmt. Gerade beim Verlassen des Düsseldorfer Hafens geht die Weiße Flotte in der Regel in die Talfahrt und wechselt direkt auf die linke Flussseite. Somit wird der Schiffsführer des Berufsschiffs die Begegnung Steuerbord an Steuerbord bevorzugen.

Ankündigung des UKW Kanals 22 für die Schleuse Heumen

Ankündigung des UKW Kanals 22 für die Schleuse Heumen

Kommunikation mit Schleusen und Brücken

Ideal ist der UKW Funk um sich bei Schleusen und Brücken anzumelden bzw. um zu erfahren wann die Bedienung für die Sportschifffahrt möglich ist.

Begegnungen auf dem Fluss bzw. Kanal

Bei Begegnungen wie auch Überholvorgängen ist eine kurze Abstimmung mit der Berufsschifffahrt hilfreich und vermeidet Missverständnisse. Die Berufsschiffer mit ihrer jahrelangen Erfahrung können in der Regel sehr gut abschätzen wie ein Manöver am geschicktesten zu fahren ist.

Für Fragen zum UKW Funk in der Binnenschifffahrt stehe ich gerne zur Verfügung. Anregungen nehme ich gerne mit in den Artikel auf.

Wolf, office@rheintrainer.de, +49 176-47666540

Über den Autor

Wolf Ortlinghaus

Wolf Ortlinghaus

Wolf Ortlinghaus ist seit mehreren Jahrzehnten auf Segel- und Motoryachten weltweit unterwegs. Freizeittörn, Überführungstörn, Skippertraining, Ausbildungstörn sowie die Motorboot Ausbildung wie auch das Radar Training auf dem Rhein bei Düsseldorf gehören bei ihm seit Jahren zum regelmäßigen Spektrum im praktischen Umgang mit Sportbooten. Gerne gibt er sein Wissen im Rahmen von Schulung, Beratung, Email, Telefon, einem persönlichen Gespräch und Blogs weiter.

Schwimmende Geräte in der Binnenschifffahrt

In der Sportbootführerschein Ausbildung wird jeder Schüler mit schwimmenden Geräten konfrontiert und muss anhand von Piktogrammen die Prüfungsfragen lernen. Spätestens in Praxis wird sich jeder von uns früher oder später mit dem Thema „schwimmende Geräte in der Binnenschifffahrt“ auseinandersetzen müssen.

In diesem Artikel möchte ich anhand von Praxisbeispielen den vielfältigen Einsatz von schwimmenden Geräten in der Binnenschifffahrt erläutern.

Zur Illustration dienen Fotos welche während mehrerer Skippertrainings und Motorboottrainings auf Rhein und Maas entstanden sind.

Möge dieser Artikel allen helfen sich auf die Sportbootführerschein Prüfung vorzubereiten wie auch in der Praxis den Umgang mit schwimmenden Geräten souverän zu meistern.

Gerne nehme ich Anregungen und Ergänzungen auf und stehe selbstverständlich für Fragen zur Verfügung.

Schwimmende Geräte in der Binnenschifffahrt

Definition

Laut Binnenschifffahrtstraßenordnung (BinSchStrO) ist ein schwimmendes Gerät ein Fahrzeug. Es handelt sich um eine schwimmende Konstruktion mit technischen Einrichtungen, die für Arbeiten auf Wasserstraße oder in Häfen bestimmt sind, zum Beispiel Bagger, Kräne, Arbeitsplattformen und Markierungsplattformen.

Ein schwimmendes Gerät kann aber muss nicht einen eigenen Antrieb haben. Häufig werden diese Geräte von einem Fahrzeug zu ihrem Einsatzort geschleppt.

Kennzeichnung

Es wird in Tag und Nachtsignale unterschieden. Bei den Tagsignalen kommen entweder Tafeln oder Bälle in Verbindung mit Rhomben (Doppelkegeln) zum Einsatz. Nachts führen schwimmende Fahrzeuge in der Binnenschifffahrt Rundumlichter.

Praxisbeispiele schwimmende Geräte in der Binnenschifffahrt
Schwimmende Geräte in der Binnenschifffahrt - unter gegangener Steiger bei der Schnellenburg, Rheinkilometer 748

Rheinkilometer 748

Anschauliche Praxisbeispiele sind hilfreich beim Verstehen und Anwendungen von Verkehrsregeln und im Umgang miteinander.

Beispiel 1- gesunkener Steiger

Nach einer nächtlichen Kollision mit einem Binnenmotorschiff ist der Schwimmer des Steigers bei Rheinkilometer 748 Leck geschlagen und der Steiger samt Landungsbrücke gesunken. Das dadurch entstandene Unterwasserhindernis am Rand der Fahrrinne stellt eine Gefährdung für die Binnenschifffahrt dar.

Rheinkilometer 748 - Blickrichtung Rhein aufwärts

Rheinkilometer 748
Blickrichtung Rhein aufwärts

Für das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) ist die Sicherung des Steigers eine Routineaufgabe. Ein Arbeitsschiff des WSA positioniert ein schwimmendes Gerät mit Tafeln und Rundumlichtern in Höhe des Steigers zur Fahrrinne hin. Damit wird  tags wie nachts die Schifffahrt vor dem Unterwasserhindernis gewarnt.

Das schwimmende Gerät wird durch Anker auf der Position gehalten. Die Kennzeichnung ergibt sich folgerichtig:

Seite des Steigers

Rote Tafel bzw. rotes Rundumlicht signalisiert Durchfahrt verboten.

Seite zur Fahrrinne hin
Schwimmendes Gerät bei Nacht - In Blickrichtung links ist die Durchfahrt gesperrt

Schwimmendes Gerät bei Nacht
In Blickrichtung links ist die Durchfahrt gesperrt

Rot-weiße Tafel bzw. Rundumlichter rot über weiß gebieten Sog- und Wellenschlag zu vermeiden.

Erläuterung

Selbstverständlich ist eine Fahrt über den unter Wasser befindlichen Steiger hinweg gefährlich bzw. bei entsprechendem Tiefgang gar nicht möglich und somit verboten. Auf der Passierseite besteht das Gebot Sog- und Wellenschlag zu vermeiden damit das schwimmende Gerät weder beschädigt wird noch sich aus seiner Verankerung losreißt.

Beispiel 2 – Untiefe Nähe Neusser Hafen

Ein Binnenmotorschiff hat die Innenkurve deutlich zu eng genommen und ist dabei auf Grund gelaufen. Beim Auflaufen hat das Schiff das Kiesbett des Rheins vor sich her geschoben und damit eine Untiefe geschaffen. Nach dem Freischleppen des Binnenmotorschiffs hat das WSA die Untiefe mit einem schwimmenden Gerät gekennzeichnet.

Seite der Untiefe

Rote Tafel bzw. rotes Rundumlicht signalisiert Durchfahrt verboten.

Seite zur Fahrrinne hin

Rot-weiße Tafel bzw. Rundumlichter rot über weiß gebieten Sog- und Wellenschlag zu vermeiden.

Beispiel 2 – Sicherung von Brückenarbeiten

Auf der Maas werden an einer Brücke Wartungsarbeiten durchgeführt. Eine Arbeitsplattform für die Arbeiter hängt unter der Brücke und reduziert somit die Durchfahrtshöhe für die Binnenschifffahrt. Die Arbeitsplattform selber ist gekennzeichnet. Durch die nach unten gerichtete schwarze Spitze auf weißem Grund wird bereits auf die Durchfahrtsbeschränkung hingewiesen.

Darüber hinaus hat sich ein Arbeitsboot (schwimmendes Gerät) zur Sicherung der Arbeiten vor das Hindernis in den Strom gelegt. Auch in diesem Beispiel ist zur Seite des Hindernisses verboten (rote Tafel) und auf der Passierseite Sog- und Wellenschlag zu vermeiden.

Hinweise für die Sportschifffahrt

Jeder Sportbootfahrer muss sich mit der Kennzeichnung für schwimmende Geräte in der Binnenschifffahrt auskennen. In jedem Fall sind die gezeigten Signale von Sportbootfahrern zu beachten. Die Kenntnis der Binnenschifffahrtszeichen erwartet der Gesetzesgeber von uns Sportbootfahreren ebenfalls

Wolf, office@rheintrainer.de, +49 176-47666540

Über den Autor

Wolf Ortlinghaus

Wolf Ortlinghaus

Wolf Ortlinghaus ist seit mehreren Jahrzehnten auf Segel- und Motoryachten weltweit unterwegs. Freizeittörn, Überführungstörn, Skippertraining, Ausbildungstörn sowie die Motorboot Ausbildung wie auch das Radar Training auf dem Rhein bei Düsseldorf gehören bei ihm seit Jahren zum regelmäßigen Spektrum im praktischen Umgang mit Sportbooten. Gerne gibt er sein Wissen im Rahmen von Schulung, Beratung, Email, Telefon, einem persönlichen Gespräch und Blogs weiter.

Motoryacht Training auf dem Rhein als Vorbereitung auf den Überführungstörn

Binnenschiff Synthese 16 bei Benrath in Talfahrt

Binnenschiff Synthese 16 bei Benrath in Talfahrt

Christoph ist Arzt, hat eine eigene Segelyacht und lebt seit vielen Jahren in Stavanger (Norwegen). In einigen Wochen wird er einem Freund helfen eine Segelyacht vom Typ Motiva 40 von der Schweiz nach Norwegen zu überführen. Christoph und sein Freund haben viel Erfahrung auf der Nordsee sind jedoch noch nie mit einem Motorboot oder einer Segelyacht auf dem Rhein gefahren.

Eine Internetrecherche führt Christoph zu Rhein Trainer. Christoph ist für die boot in Düsseldorf und so vereinbaren wir ein Training mit der Motoryacht Betti von 08.00 bis 10.00 Uhr.

Marina Düsseldorf - Motoryacht Training auf dem Rhein als Vorbereitung auf den Überführungstörn

Marina Düsseldorf

22.01.2018 – um 0715 Uhr in der Marina Düsseldorf

Der Wetterbericht hat für den Vormittag Regen angekündigt. Noch saut es ganz ordentlich.
An Bord angekommen starte ich als erstes die Dieselheizung damit es etwas gemütlicher wird.

Entgegen dem Wetterbericht lässt der Regen gegen 08.00 Uhr nach.

Christoph und sein Neffe Felix treffen pünktlich in der Marina ein. Nach der Sicherheitseinweisung besprechen wir die Lernziele.

Primär geht es um das Handling einer Yacht auf dem Rhein, Navigation, den Umgang mit Strömung und Berufsschifffahrt.

Wir besprechen die wichtigsten Manöver im Strom und werfen die Leinen los.

Motorboot Training auf dem Rhein

Auf UKW Kanal 10 melden wir unsere Ausfahrt aus dem Hafen Düsseldorf: „Sportboot Betti verlässt den Düsseldorfer Hafen und fährt zu Berg“

Binnenmotorschiff Almenhof

Binnenmotorschiff Almenhof

Auf dem Strom ist zur Zeit kein Schiff. Wenig später begegnet uns der Talfahrer Almenhof. Insgesamt scheint wenig auf dem Rhein los zu sein. Ich nehme an dies liegt am Hochwasser. Der Pegelstand beträgt 6,6 Meter. Noch scheint das Wasser zu steigen. Bei unserer Bergfahrt müssen wir immer wieder Treibgut ausweichen. Unserer Fahrt durchs Wasser beträgt 12 Km/h – über Grund schaffen wir lediglich 4 Km/h. Nach Köln würden wir bei dem Tempo 15 Stunden brauchen.

 

Hochwasser - 8 Km/h Strömung

Hochwasser – 8 Km/h Strömung

Nachdem sich Christoph mit unserer zwei-motorigen Betti und dem Strom vertraut gemacht hat üben wir das Halten auf der Stelle und Ferry Gliding. Felix übernimmt und freundet sich ebenfalls schnell mit Betti  und dem Fahren auf dem Strom an. Prima wie die beiden das machen.

Dann üben wir Boje über Bord im Strom. Alles immer schön gegen den Strom. Auch das klappt bestens. Zwischendurch müssen wir uns immer mal wieder mit den Binnenschiffen arrangieren.

 

Terra 2 beim drehen im Strom

Terra 2 beim drehen im Strom

Die Terra 2 fährt zu Tal und will in den Düsseldorfer Hafen. Kurz hinter Neuss fängt die Terra 2 schon an Ruder zu legen um in den Düsseldorfer Hafen einzudrehen. Mit Ferry Gliding traversiert die Terra 2 von der Strommitte in die Hafeneinfahrt.

Nach Abschluss der Übungen fahren wir zu Tal und drehen in Höhe des Rheinturms über Backbordbug zum rechten Flussufer. Kurze Meldung über Kanal 10 und Felix steuert Betti gekonnt in den Hafen.

Christoph ist jetzt bestens für den Überführungstörn auf dem Rhein vorbereitet!

Ich wünsche Christoph und seinem Freund viel Erfolg und Freude für den Überführungstörn!

Wolf Ortlinghaus, office@rheintrainer.de

Binnenschiff Surcouf in Bergfahrt vor der Rheinkniebrücke

Binnenschiff Surcouf in Bergfahrt vor der Rheinkniebrücke

Petite Fleur in Talfahrt - Links der Vodafone Tower

Petite Fleur in Talfahrt – Links der Vodafone Tower

Treibender Baumstamm links unten

Treibender Baumstamm links unten

Eröffnungsveranstaltung der boot Düsseldorf 2018

Moderation Eröffnungsveranstaltung der boot Düsseldorf 2018

Moderation Eröffnungsveranstaltung der boot Düsseldorf 2018

Heute geht es zur Eröffnungsveranstaltung der boot Düsseldorf 2018! Ein prima Einstieg in die Wassersportsaison 2018.

Gestern hatte ich schon meinen persönlichen Start in die Sportbootsaison 2018 mit einer kurzen Bewegungsfahrt auf dem Rhein.

Um 09.30 Uhr beginnt die Eröffnungsveranstaltung mit dem Glasen, dem Schlagen der Schiffsglocke.

Oberbürgermeister Thomas Geisel

Oberbürgermeister Thomas Geisel

Gekonnt moderiert kommen nacheinander Oberbürgermeister Thomas Geisel, Robert Marx, Präsident der boot und des Verbands der Wassersportwirtschaft (BVWW) und Minister Dr. Prof. Andreas Pinkwart zu Wort.

Beeindruckende Zahlen

Fast 2000 Aussteller aus 68 Ländern präsentieren ihre Produkte und Dienstleistungen auf der 49. boot Düsseldorf. In Halle 6 werden 7 Megayachten aus der 90 Fuss Klasse präsentiert. Es wurden noch nie so viele Quadratmeter Standfläche vermietet wie auf dieser boot! Ein neuer Rekord!

Wassersport ist eng mit der Wirtschaft verbunden. Wir erfahren, dass im letzten Jahr an den Bundeswasserstraßen 4.2 Milliarden Umsatz erzielt wurden. Zahlreiche Wehre und Schleusen sind jedoch 75 Jahre und älter. Es besteht somit für die Politik dringender Handlungsbedarf in die Infrastruktur der Wasserstraßen zu investieren. Insbesondere die Nebenwasserstraßen bedürfen besonderer Aufmerksamt da hier beste Möglichkeiten für die Freizeitschifffahrt bestehen und erhalten werden sollten. In unseren Nachbarländern Frankreich und insbesondere den Niederlanden hat man dies bereits vor Jahren erkannt und erhält und baut Nebenwasserstraßen für die Freizeitschifffahrt aus.

Nach den Ansprachen erfolgt die formale Eröffnung der boot Düsseldorf durch das Zerschneiden (ribbon cutting ceremony) eines blauen Bandes.

Das blaue Band wird zerschnitten - die boot Düsseldorf 2018 ist eröffnet! von links: Robert Marx, Thomas Geisel, Andreas Pinkwart, Werner Dornscheidt

Das blaue Band wird zerschnitten – die boot Düsseldorf 2018 ist eröffnet!
von links: Robert Marx, Thomas Geisel, Andreas Pinkwart, Werner Dornscheidt

Unser Rundgang über die boot Düsseldorf

Nachdem wir uns bei Fingerfood gestärkt haben, geht es durch die Hallen. Mike, Melvin und ich wollen heute einiges an Informationen sammeln.

Elektroantriebe

Bei Torqeedo schauen wir uns den Cruise 10 an. Das wäre sicherlich ein optimaler Aussenbordmotor für unser Motorboot zur Sicherung der Jugendausbildung am Unterbacher See. Der heute Antrieb von Kräutler mit gut 2KW ist überfordert. Da segelt selbst ein Optimist bei wenig Wind dem Ausbilder gerne mal davon.

Einzig der Listenpreis in Höhe von 19.000 Euro inklusive von zwei Batterien spricht gegen eine Anschaffung dieses beeindruckenden Antriebs. Da können wir nur auf Sponsoren hoffen.

AIS – Automatic Identification System

Man over Board Signal auf dem UKW Gerät

Man over Board Signal auf dem UKW Gerät

Das aus der Berufsschifffahrt nicht mehr wegzudenkende System zur Identifizierung von Schiffen dient zur Kollisionsvermeidung. In der Sportschifffahrt ist dieses System mittlerweile ebenfalls fest etabliert.

Uns interessieren heute besonders die mobilen AIS Lösungen als persönliche Sicherheitsausrüstung und Empfangsgeräte sowie Transponder für Charteryachten.

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an AIS MOB Lösungen. Die Unterschiede im Hinblick auf Funktionalität und Qualität erscheinen uns jedoch erheblich.

MOB Notruf auf dem Kartenplotter

MOB Notruf auf dem Kartenplotter

Auf dem Stand von weather dock erläutert uns Alfred Kotouczek-Zeise die unterschiedlichen Konzepte und Möglichkeiten der heute auf dem Markt befindlichen AIS MOB Lösungen. Für Segler interessant ist das easy OneDSC cl mit einem Preis von knapp unter 300 Euro. Das Gerät kann einfach in jede Automatikrettungsweste integriert werden und löst bei Wasserkontakt aus. Der besondere Clou des Geräts ist neben der Aussendung des AIS Signals der DSC distress call an bis zu 8 verschiedene Schiffe im „closed loop“ Verfahren. Die gewünschten MMSI lassen sich über eine App mittels Bluetooth auf das easy OneDSC cl übertragen. Im Notfall wird damit ein DSC Alarm an Bord der eigenen Yacht und bis zu 7 weiteren Schiffen ausgelöst. Die Crew an Bord der Yacht wird somit über AIS und den UKW Funk informiert.

AIS2go von Weather Dock

AIS2go von Weather Dock

Interessant auch die AIS2go Lösung, ein mobiler 2 Kanal AIS Empfänger auf Basis des Raspberry PI. Das Gerät ermöglicht Tabletts und Smartphones mittels WLAN den Zugriff auf die empfangenen AIS Daten.

Auf dem Stand von LENZ Rega-Port schauen wir uns den mobilen AIS Transponder Nomad von Digital Yachts an. LENZ Rega-Port vertreibt diese portable AIS Lösung zum Einführungspreis von 599,- Euro. Das Gehäuse macht einen ausgesprochen robusten Eindruck. Auch diese Lösung stellt die Daten mittels WLAN Tabletts und Smartphones zur Verfügung. Neben dem AIS stellt der Nomad auch noch ein GPS Signal zur Verfügung.

Nach dem Besuch der Verbandsstände – DSV und SV NRW – geht es weiter zu den Yachten. Um 16.00 Uhr haben wir einen Termin für die Besichtigung der Garcia 45 Exploration. Vorher wollen wir uns noch einige andere Schiffe anschauen.

Besonders beeindruckt hat uns die Sirius DS 40 aus deutscher Fertigung. Das Schiff überzeugt durch eine gelungene Raumaufteilung sowie ausgezeichnete Verarbeitung. Das auf der boot ausgestellte Schiff wird ab der Saison 2018 bei 1. Klasse Yachten zu buchen sein.

Pünktlich um 16.00 Uhr sind wir in Halle 16 auf dem Stand von Garcia Yachting SAS. Auch hier können wir handwerklich perfekten Bootsbau bewundern. Die Garcia 45 Exploration macht einen überaus robusten Eindruck. Mit Kollisionsschotts im Vorschiff und Heck, 10 Millimeter dicken Aluminium Rumpf und 10 Zentimeter Isolation ist dies wirklich ein Schiff für die hohen Breiten.  Der Listenpreis liegt bei 480.000 Euro, ohne Mehrwertsteuer wohlgemerkt. Die ausgestellte Yacht mit umfassender Ausstattung soll ungefähr bei 800.000 Euro inklusive Steuer liegen …….

Dafür erhält der Kunde ein Schiff das mehr als komplett ausgestattet ist und höchste Sicherheitsanforderungen für weltweite Fahrt erfüllt.

Zum Abschluss schauen wir uns noch diverse Megayachten an die uns jedoch alle nicht wirklich überzeugen können.

Monte Carlo Yachts - MCY 96

Monte Carlo Yachts – MCY 96

Die Favoriten diese boot Düsseldorf sind für uns Sirius und Garcia und sollte es doch eine Motoryacht sein die Targa Yachten aus Finland.

Wolf Ortlinghaus

 

 

 

 

Bewegungsfahrt nach dem Sturmtief Friederike

Bewegungsfahrt nach dem Sturmtief FriederikeNach dem Orkan Friederike geht es heute erst einmal in die Marina Düsseldorf. Mal schauen wie es unserer Motoryacht Betti nach dem Durchzug des Sturms geht.

Zum Glück scheint alles in Ordnung zu sein. Lediglich 2 Druckknöpfe der Persening haben sich bei dem Sturm gelöst.

Noch ist es hell, es ist trocken – eine prima Gelegenheit eine kurze Bewegungsfahrt zu machen. Da sich die ersten Kunden angekündigt haben ist dies nach so langer Pause dringend nötig.

Am 11.11.2017 war Betti das letzte Mal im Einsatz. Mal schauen ob die Diesel anspringen.

Nach einigen Umdrehungen springt die Backbordmaschine an. Die Steuerbordmaschine blubbert auch nach 2 Versuchen los. UKW Funkgerät einschalten, den Schiff-Schiff Kanal 10 einstellen, Check aller Instrumente und der Schaltung – alles ok.

Also Leinen los.

Im Hafen wird heute wieder ausgebildet. Marine Coach und Bootsschule Gewald üben fleißig mit ihren Schülern für die praktische Sportbootführerschein See Prüfung.

Bewegungsfahrt auf dem Rhein

Das Hochwasser ist seit dem Höchststand deutlich gefallen. Gleichwohl sind alle Buhnen und Rheinwiesen überspült und Strömung und Strudel sind schon noch recht ordentlich. Betti schaukelt ganz schön heftig.

Die Binnenschiffe halten alle respektvollen Abstand zu den Buhnen. Ich gebe mir auch Mühe Betti mit wenigstens 15 Meter Abstand an den Buhnen vorbei zu steuern.

Langsam kommen bei gemütlichen 1500 Umdrehungen beide Diesel auf Betriebstemperatur. Kurzer Check beide Diesel mal auf 3000 Umdrehungen zu beschleunigen. Die elektrischen Verdichter schalten sich sofort ein und unterstützen die Turbolader beim Beschleunigen. Also auch hier alles ok.

Richtig schön mal wieder auf dem Wasser zu sein. Noch schnell einige Fotos für die Rhein Trainer Homepage machen und dann wieder zurück Richtung Hafen Düsseldorf.

Beim Rheinturm drehe ich Betti in den Strom und steuere die Hafeneinfahrt an.

Im Hafen bringe ich noch die Fender aus und bereite die Heckleine vor.

Jetzt noch ohne Aufsehen anlegen. Prima – das erste Anlegemanöver in diesem Jahr hat bestens geklappt.

Fazit: alles bestens, die neuen Polster haben mir auch beim Fahren sehr gut gefallen. Guter Halt und tolles Sitzgefühl.

Die Sportboot Saison 2018 ist eingeläutet, morgen geht es zur boot Düsseldorf und unsere Kunden können sich auf die Motorboot und Radar Trainings freuen. Selbstverständlich stehen wir 2018 auch wieder für die beliebten Event Fahrten auf dem Rhein zur Verfügung.

Hochwasser 2018 am Rhein und die Schifffahrt ruht

Heute möchte ich unserer Motoryacht Betti ein frohes neues Jahr wünschen und schauen wie es ihr bei dem Hochwasser geht.

Marina Düsseldorf

Zum Glück ist die Marina Düsseldorf Hochwasser sicher. Schon vom Parkplatz aus sind die Aufbauten einer Motoryacht zu sehen. Das Wasser muss wirklich recht hoch sein. Seit November 2013 liegt Betti in der Marina Düsseldorf. So ein Rhein Hochwasser hat Betti noch nicht erlebt!

Hochwasser 2018 am Rhein und die Schifffahrt ruhtVom unteren Fußweg führt der Weg in die Marina heute waagerecht auf die Steganlage. Normalerweise führt uns eine steile Treppe über gut 20 Stufen hinunter zu den Stegen. Was ist schon normal. Heute am 07.01.2018 beträgt der Pegel Düsseldorf um 10.30 Uhr 7,89 Meter. Unter dem Geländer der Kaimauer schwappt schon vereinzelt Wasser rüber. Noch ist der Weg trockenen Fußes begehbar. Mal schauen wie es in einigen Stunden ausschaut.

 

In der Marina Düsseldorf liegen bereits einige der Mega Yachten für die boot Düsseldorf. Beeindruckend diese Hochseeyachten bei uns in der Marina zu sehen. Dagegen ist Betti mit ihren 9,6 Meter Länge ein Winzling. Selbst wenn wir wollten kämen wir jetzt nicht mehr von unsere Liegeplatz weg. 2 der großen Yachten haben am Meldesteiger im Päckchen festgemachen und blockieren die Ausfahrt von Betti. Na ja, bei der braunen Brühe und dem Treibgut auf dem Rhein müssen wir heute ja nicht fahren.

 

Da Betti zu Weihnachten neue Cockpit Polster bekommen hat, gilt es jetzt erst einmal das Cockpit zu reinigen. Überall sind noch Reste von den Arbeiten in den Cockpitritzen zu finden. Da muss erst einmal der Miele Sauger ran und anschließend geht es mit Reinigungsmittel und Wischlappen an die Arbeit.

Nach 2 Stunden putzen sieht das Cockpit mit den neuen Polster richtig toll aus. Damit die neuen Polster nicht so schnell einstauben gibt es jetzt schöne blaue Laken zum Schutz.

Auf dem Rückweg habe ich schon Mühe trockenen Fußes an Land zu kommen. Der Fußweg ist mittlerweile zum größten Teil überspült. Der Wasserstand ist in den 3 Stunden noch einmal um 6 Zentimeter gestiegen. Der Scheitel des Hochwassers wird für Düsseldorf am Dienstag erwartet. Ich bin gespannt wie es dann hier aussieht.

Altes Fischerhaus in Urdenbach

In Köln ist die Schifffahrt auf dem Rhein bereits eingestellt. Die Urdenbacher Kämpen sind bereits vollgelaufen und die Straße nach Baumberg gesperrt.

Was bedeutet das für die boot Düsseldorf? Noch sind nicht alle Yachten in Düsseldorf eingetroffen. Wird evtl. auch unterhalb von Düsseldorf die Schifffahrt eingestellt. Kommen die Yachten dann noch rechtzeitig zur Messe?

In Höhe Altes Fischerhaus liegen zwei Binnenmotorschiffe schon vor Anker und warten auf das Sinken des Wassers damit sie ihre Reise Strom aufwärts fortsetzen können.